Cornelia Scheiwiller
stellt das Konzertprogramm 2026 im Kloster Fischingen vor.
Der Projektwettbewerb für das neue Primarschulhaus mit Tagesstruktur und Doppelturnhalle an der Schillerstrasse in Wil ist abgeschlossen. Am Montag präsentierten die Verantwortlichen der Stadt das Siegerprojekt.
Wil In Wil mangelt es an Schulraum. Am akutesten ist das Problem aktuell beim Primarschulhaus Allee. Ein Teil der Schulkinder wird schon seit geraumer Zeit in der ehemaligen Polizeistation und in drei weiteren angemieteten Räumlichkeiten rund um die Schule unterrichtet. Auf das Schuljahr 2026/27 wird ein provisorischer Holzmodulbau für sechs Klassen auf dem Grundstück bei der Kreuzung Gallus- und Othmarstrasse im Westquartier erstellt. Langfristig sollen die betroffenen Schülerinnen und Schüler im geplanten Schulhaus an der Schillerstrasse beschult werden (WN vom 27. Februar). Dafür hatte die Stadt vor einem Jahr einen Projektwettbewerb ausgeschrieben.
Von 55 interessierten Architekturbüros hat die Stadt Wil zwölf Aufträge vergeben. Elf Büros haben ein Projekt eingereicht. Das Siegerprojekt entstammt den Federn des Zürcher Architekturbüros nuar GmbH. Am Montagabend stellten die zuständigen Stadträte Jigme Shitsetsang, Vorsteher des Departements Bildung und Sport und Manuel Nick, Vorsteher des Departements Bau, Umwelt und Verkehr, gemeinsam mit dem Co-Leiter Hochbau der Stadt Wil, Mirko Sauer, das Projekt «Webstuhl» vor.
Auf dem Areal zwischen Fahnen Heimgartner und Auto Eberle soll ein Primarschulhaus mit Platz für 18 Klassen, integrierter Tagesstruktur und einer Doppelturnhalle entstehen. Das Projekt deckt laut Jigme Shitsetsang den Bedarf der Schuleinheit Allee inklusive der bis 2040 prognostizierten Anzahl Schulkinder und entlastet zusätzlich die Schuleinheiten Bronschhofen und Altstadt. Die Arbeit mit Schülerzahlenprognosen müsse man aushalten – was die Zukunft bringe, könne man nie genau vorhersehen. «Uns ist es wichtig, ein Schulhaus zu bauen, das nicht nur den Bedarf, sondern auch eine gewisse Reserve abdeckt.»
Der Standort des Primarschulhauses und die Form der Parzelle führten beim Planungsprozess zu einigen Herausforderungen, wie Marko Sauer verriet. Zwar sei die Machbarkeit des Projekts auf dem polygonförmigen Grundstück in einer Machbarkeitsstudie bestätigt worden, der verbleibende Aussenraum sei aufgrund des Volumens des Schulhauses allerdings knapp. Auch die Nähe zur Zürcherstrasse, einer Kantonshauptstrasse und somit eine der meistbefahrenen Strassen Wils, sei in puncto Sicherheit und Lärmemission
eine eher schwierige Ausgangslage.
Das Siegerprojekt «Webstuhl» setzt auf eine klare und funktionale Architektur. Herzstück des Entwurfs ist ein grosszügiges Foyer, das Aula, Turnhalle und Tagesstruktur miteinander verbindet. Die Schulräume sind nach dem Cluster-Prinzip angeordnet. Alle Projekte des Wettbewerbs sind bis am 13. Dezember im Zeughaus 1 an der Thuraustrasse 30 ausgestellt.
Linda Bachmann
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