Aaron Gähwiler
verrät im Lehrlings-Domino, wie er mit Druck umgeht.
Corinne Dähler ist 42 Jahre alt und seit Januar 2024 CEO der Thurvita AG in Wil.
Thurvita steht für hochwertige Betreuung und Pflege mit Fokus auf individuelle Bedürfnisse älterer Menschen und Personen mit Unterstützungsbedarf. Das Angebot reicht von Spitex zu Hause über Alterswohnungen und Pflegeheime bis zu Thurvita Care als Brückenlösung nach Spitalaufenthalt oder bei palliativer Pflege. Restaurants, Mahlzeitendienst und Catering ergänzen das ganzheitliche Angebot. Corinne Dähler ist in ihrer Funktion als CEO seit dem 1. Januar 2024 tätig.
Wil Corinne Dähler, welche Termine stehen heute in Ihrer Agenda?
Aktuell stehen viele Termine im Zusammenhang mit der Eröffnung des Quartierzentrums City am 2. März an.
Was bedeutet Führung für Sie und was zeichnet Ihren Führungsstil aus?
Führung heisst für mich, Orientierung zu geben und Vertrauen zu schaffen. Ich arbeite mit klaren Zielen, transparenter Kommunikation und Mitsprache. Mein Führungsstil ist verbindlich, wertschätzend und lösungsorientiert.
Welchen Stellenwert hat Nachhaltigkeit in Ihrer Firma und in Ihrem Privatleben?
Nachhaltigkeit hat bei Thurvita einen hohen Stellenwert. So haben wir als erstes grösseres Unternehmen in der Region den Abnahmevertrag für Fernwärme mit den TBW unterzeichnet und berücksichtigen bei Umbauten konsequent die neuesten Gebäudestandards. Darüber hinaus setzen wir auf regionale Beschaffung und einen bewussten, ressourcenschonenden Umgang mit Materialien und Energie. Auch im Privaten ist mir ein verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln wichtig.
Was ist Ihnen in der Zusammenarbeit mit Ihren Mitarbeitern besonders wichtig?
Vertrauen, Respekt und gegenseitige Wertschätzung. Unsere Arbeit in der Langzeitpflege ist anspruchsvoll. Deshalb braucht es offene Kommunikation, klare Erwartungen und echtes Interesse am Gegenüber.
Wo fallen Ihnen die besten Ideen ein?
Im direkten Austausch mit Mitarbeitenden, Bewohnenden und Angehörigen – im Dialog entstehen die besten Lösungen. Und manchmal auf dem Campingplatz in meinem VW-Bus.
Was nervt Sie am meisten?
Wenn Probleme zu spät angesprochen werden.
Womit langweilt man Sie am meisten?
Mit endlosen Diskussionen ohne Entscheid oder ohne klaren Mehrwert.
Was soll man später einmal von Ihnen sagen?
Dass ich mit Klarheit und Herz geführt habe und dass ich etwas Nachhaltiges für die Altersversorgung in unserer Region bewegen konnte.
Welche Benefits gibt es bei Ihnen im Betrieb?
Viele. Beispielsweise zeitgemässe Arbeitsbedingungen, attraktive Sozialleistungen, flexible Arbeitszeitmodelle sowie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Ergänzend gibt es diverse Vergünstigungen und Monatsbenefits mit kleinen Aufmerksamkeiten und gemeinsamen Aktivitäten.
Welches war die schwierigste Entscheidung, die Sie in Ihrer Karriere treffen mussten, und wie haben Sie sie bewältigt?
Strategische Veränderungen mit personellen Konsequenzen gehören dazu. Solche Entscheide treffe ich faktenbasiert, aber nie leichtfertig. Offen kommunizieren, Verantwortung übernehmen und respektvoll bleiben – das ist für mich entscheidend.
Welchen Rat würden Sie Ihrem 18-jährigen Ich mit auf den Weg geben?
Hab wieder Mut, Verantwortung zu übernehmen, auch wenn nicht alles planbar ist. Und bleib neugierig.
Wie bekommen Sie Beruf und Privatleben unter einen Hut?
Nicht perfekt, aber bewusst. Ich plane feste Auszeiten ein. Curling und Zeit mit meinen Gotti-Kindern sowie mit Familie und Freunden sorgen für Ausgleich.
Haben Sie eine Viertagewoche schon einmal in Betracht gezogen? Was spricht dafür oder dagegen?
Wir prüfen flexible Modelle, wo es betrieblich möglich ist. In der Pflege- und Betreuung sind wir jedoch an eine 24/7-Versorgung gebunden. Entscheidend ist für mich nicht die Anzahl der Tage, sondern planbare, gesunde Arbeitszeiten.
Was tun Sie gegen den Fachkräftemangel?
Wir bilden konsequent aus, investieren in Qualität und Führung. Attraktive Rahmenbedingungen sind zentral – ebenso eine starke Unternehmenskultur.
Wer soll als nächster Kandidat diese Fragen beantworten und warum?
Ich nominiere Thomas Ruppaner von der Ruppaner Baumanagement GmbH, weil er mit uns bereits mehrere anspruchsvolle Bauprojekte erfolgreich realisiert hat – aktuell den Sonnenhof – und dabei Fachkompetenz, Verlässlichkeit sowie echtes unternehmerisches Engagement verbindet.
pd/dot
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