Cornelia Scheiwiller
stellt das Konzertprogramm 2026 im Kloster Fischingen vor.
Die Verzögerung des Herrenhof-Ausbaus kam für viele Eltern überraschend. Sabrina und Thomas Städler betonen die Wichtigkeit klarer Informationen und konstruktiver Zusammenarbeit.
Uzwil «Wir werden im kommenden Sommer mit dem Herren-hof nicht umziehen», teilte das Schulpräsidium in einem Schreiben an die Eltern mit. Sabrina und Thomas Städler waren erst überrascht, betrachten die Situation aber differenziert: «Als Eltern, denen geeigneter Schulraum am Herzen liegt, hätten wir uns eine realisierbare Lösung gewünscht. Es zeichnet sich jedoch ab, dass die beiden Vorhaben Herrenhof und Schulraumstrategie nur schwer voneinander trennbar sind», gibt Thomas Städler zu bedenken.
«Mit der Ablehnung des Projekts Sonnmatt an der Urne», heisst es in dem Schreiben, das der Redaktion vorliegt, «ist dieser Plan jedoch nicht mehr aufgegangen – weder zeitlich noch räumlich.» Das Vertrauen in den Gemeinderat und die demokratischen Institutionen sei deswegen nicht erschüttert, stellt Thomas Städler klar. Vertrauen bedeutet für die Städlers nicht, alles gutzuheissen, sondern kritische Fragen stellen zu dürfen und nachvollziehbare Begründungen zu erhalten. So sieht das Ehepaar Städler bei der Transparenz und der Kommunikationsqualität seitens des Schulpräsidiums Positives, aber auch Verbesserungsbedarf. «Ein ausgearbeiteter Vorschlag Anfang 2025 und die Echogruppe sind positiv festzuhalten», so Sabrina Städler. «Auch die Bürgerversammlung diesen Montag zeigte, dass sich die Verantwortlichen mit einer zielgerichteten Lösung befassen», ergänzt ihr Mann.
Verbesserungsbedarf sieht er in der Kommunikation: «Rund um die Abstimmung diesen Januar hätten die Konsequenzen einer Ablehnung betreffend Herrenhof-Erweiterung und Provisorium erarbeitet und aufgezeigt werden müssen.» Zudem sei auch die jetzige Kommunikation rund um den Aufschub des Herrenhofs nicht optimal verlaufen: «Auch wenn die Eltern informiert wurden, so gibt es Uzwilerinnen und Uzwiler, die sich für das Thema interessieren. Sie hätten im Uzwiler Blatt über das Vorhaben informiert werden müssen. Ein Post auf den sozialen Plattformen der Gemeinde ist da nicht genug», gibt Thomas Städler zu bedenken. Den beiden ist es wichtig, zu betonen: «Konstruktive Kritik muss zielgerichtet sein, damit zukunftsfähige Lösungen entstehen. Wir wollen kommende Generationen nicht mit kurzfristigem Denken belasten. Der Schulraum in Uzwil soll auch in Zukunft eine ebenso hohe Qualität bieten, wie wir sie in unserer eigenen Schulzeit erleben durften.»
2024 sagte die Uzwiler Bevölkerung Ja zur Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Herrenhof. Dass trotz des klaren Ja weiterhin Verzögerungen und Unsicherheiten bestehen, empfindet das Ehepaar Städler für die Schulen als belastend, aber auch als Konsequenz von politisch unterschiedlichen Signalen. Der abgelehnte Neubau für die Oberstufe war ein separates und deutlich grösseres Projekt. «Damit werden Teile der Schulraumstrategie vorangetrieben, andere gestoppt oder neu geplant», sagt Sabrina Städler. «Wichtig ist, dass die Gemeinde nun klar darlegt, wie die Gesamtstrategie für die Schulraumplanung aussieht», betont ihr Mann. «Wir erwarten von der Gemeindeverwaltung nachvollziehbare Informationen und alle relevanten Erwägungen zu vorgeschlagenen Lösungen.» Von der Bevölkerung wünschen sich die Städlers eine sachliche Auseinandersetzung mit der nächsten Abstimmungsvorlage und eine aktive Teilnahme an Informationsveranstaltungen.
Obwohl ihre 11-jährige Tochter den Herrenhof im Sommer verlässt, befürchtet das Ehepaar, dass bestehende Strukturen zu Belastungen für Lehrpersonen und Kinder führen. «Es braucht einen klaren Fahrplan und einen Dialog auf Augenhöhe», sagt Sabrina Städler, «der Dialog, in der Form, wie er in der Echogruppe stattfand, sollte weitergeführt werden.»
Von Dominique Thomi
Die Schulpräsidentin Marion Harzenmoser nimmt Stellung: «Der Informationsanlass am Montag, 17. November, war als Abschluss der Echoräume und für die Erkenntnisse der Echogruppe gedacht. Der Abend stand im Zeichen der Schulraumstrategie und der Echogruppe. Unsere Informationskaskade ist klar: Als Erstes werden die betroffenen Lehrpersonen informiert, dann alle Lehrpersonen der Schule Uzwil, danach die Kinder und Eltern im, Anschluss die Öffentlichkeit. Aus diesem Grund haben wir bewusst auf eine Information am Montag verzichtet, um den Eltern nicht vorzugreifen. Geplant war von Anfang an, die Bevölkerung im Uzwiler Blatt vom 28. November sowie an der Bürgerversammlung am Montag zu informieren. Da jedoch bereits in den sozialen Medien diskutiert wurde, reagierten und informierten wir vorab auf unseren Kanälen wie Instagram und Facebook.»
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