Cornelia Scheiwiller
stellt das Konzertprogramm 2026 im Kloster Fischingen vor.
Anfang November kam es in Jonschwil zu einem Gülle-Austritt in der Hori. Die Dorfkorporation Jonschwil untersucht nun mögliche Auswirkungen auf Umwelt und Wasserquellen.
Jonschwil Knapp einen Monat ist es her, dass im Bereich der Hori oberhalb von Jonschwil mehrere tausend Liter Gülle entlang der Wildbergstrasse im angrenzenden Wiesland versickerten. «Es war ein Defekt an einer fest verbauten Güllenleitung», weiss Lars Willi, Verantwortlicher für die Wasserversorgung der Dorfkorporation Jonschwil. Für Flora und Fauna, so Willi, kann die Dorfkorporation eine erste Entwarnung geben: «Bis jetzt haben wir keine Indikatoren, dass die Pflanzen- und Tierwelt beschädigt wurden.» Endgültige Erkenntnisse würden jedoch erst später vorliegen, da die Abklärungen in der Winterzeit schwierig sind.» Durch die kalte Jahreszeit sei auch die Natur langsamer: «Alles ist auf Slow-Motion eingestellt. Es ist ein Vorteil, dass sich der Vorfall im Winter ereignete. Im Frühling hätte es wohl zu einer Überdüngung der Bodenflächen geführt», gibt Lars Willi zu bedenken.
Da die Jauche über unterirdische Wasserströmungen auch in die Schutzzonen der beiden Wasserquellen in Jonschwil hätte gelangen können, nahm die Dorfkorporation vorsorglich die Quellen vom Netz. «Eine Gefährdung für die Konsumentinnen und Konsumenten lag zu keinem Zeitpunkt vor», betont Lars Willi. «Die Abschaltung der Quellen war eine reine Vorsichtsmassnahme.» Wieder freigegeben werde die Quelle am Ende durch den Kanton, weiss der Verantwortliche der Wasserversorgung.
Es gebe dennoch Farbtests, die einen ungefähren Zeitraum der geschlossenen Quellen erahnen lassen. «Bei früheren Farbtests hat sich gezeigt, dass es von der Hori rund 50 bis 60 Tage dauert, bis Farbe im Quellwasser nachweisbar war», erklärt Willi. Somit werde man die Quellen voraussichtlich ähnlich lange nicht ans System anhängen. «Wir werden das Wasser wöchentlichen Tests unterziehen», sagt der Verantwortliche der Wasserversorgung Lars Willi.
«In der Zwischenzeit», erklärt er, «ist die Versorgung jederzeit über die Gruppenwasserversorgung in einwandfreier Qualität sichergestellt.» Zudem seien alle bisherigen Tests unauffällig gewesen. Der Weg von der Unfallstelle zur Schutzzone der Quelle ist einige hundert Meter lang. «Es könnte durchaus sein», mutmasst Lars Willi, «dass sich die Schadstoffe über die doch ziemlich lange Zeit im Boden vollständig abbauen.» Die zusätzlichen Kosten für die Dorfkorporation Jonschwil dürften sich in einem überschaubaren Rahmen befinden, so Willi. Doch neben den finanziellen Aspekten bleibt eine Unsicherheit bestehen: «Von Schäden an Bodenflächen gehen wir derzeit nicht aus. Ausschliessen können wir jedoch noch nichts», so der Verantwortliche der Wasserversorgung.
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